Fastenzeit

Fasten allgemein

Die jährlich wiederkehrende Fastenzeit lädt uns Menschen zum Fasten ein. Vor wenigen Jahren war es noch altmodisch zu fasten, weil es zu sehr den Anstrich von Entsagung und Askese hatte. Heute entdecken immer mehr Menschen das Fasten neu im Sinn, dem Körper und sich selbst etwas Gutes zu tun und auch die religiöse Dimension des Fastens wird neu entdeckt.

Durch das Fasten werden Menschen neu offen für die feine Stimme Gottes und für die Wahrnehmung der religiösen Dimension in sich. So kann es bereit machen zu intensiven Gotteserfahrungen, zu gelungenen Begegnungen mit Menschen und zur Bereitschaft, eigene Berufung in der Nachfolge Jesu zu finden. Es kann Ermutigung zu Christ-sein im Heute werden.

Einstellung zum Fasten

Fasten heisst nicht, Hunger zu haben, Hunger zu leiden. Es ist die freie Entscheidung und Bereitschaft, für eine bestimmte Zeit auf das Essen zu verzichten, um neu offen und empfindsam zu werden für sich selber, für die Mitmenschen und für Gott.

Es kommt also auf die innere Einstellung an. Dazu gehört:

  • Die freiwillige Bereitschaft zum Verzicht
  • Der Wunsch nach innerer Reinigung
  • Die positive Zuversicht, dass das Fasten ein grossartiges Erlebnis ist
  • Die Freude auf Ruhe und Besinnung

Fastenmethode

Fasten, wie wir es miteinander tun wollen, lehnt sich an die jahr-zehntelangen Erfahrungen des Arztes Otto Buchinger an, wie sie bis heute in der Überlinger Fastenklinik praktiziert werden. Diese Methode basiert auf dem Fasten, modifiziert durch Zugabe von Honig, Säften und Brühe bis zu Mengen von 200 bis 300 Kalorien. Betont wird dabei die seelisch-geistige Dimension des Fastens.

Wenn Fasten zum Fest wird

Fasten hat nichts damit zu tun, sich zu quälen oder gar ein Opfer zu bringen, im Gegenteil:

Fasten heisst:

Sich der Kostbarkeit unseres Körpers bewusst zu werden,
erkennen, was fesselt und einengt, aufmerksam werden für tiefer liegende Bedürfnisse.

Fasten heisst:

Innehalten, bei sich Einkehren, die Wohnung bereiten.

Fasten heisst:

Miteinander unterwegs sein. Mitgefühl zu entwickeln für unsere Schöpfung und offen zu werden für solidarisches Handeln.

Kontakt

Sabine Sprenger

Pfarreisekretariat
Telefon 071 344 12 10